Samstag, 23. Juni 2007

Berlin und der Bär

Und über was schreibt man nach so einem offiziellen Anfang als erstes? Am besten wohl über DAS Thema des Jahres hier an der Spree.
Er ist klein (wird aber immer größer), weiß, knuffig und hört auf den Namen KNUT. Ja, unser Eisbär beschäftigt tatsächlich wie kein anderer die Stadt. Wird er überleben, muss er bereits allein schlafen, darf man noch mit ihm schwimmen, wird Knut gefährlich,…
Okay, man könnte sich nun fragen, ob wir wirklich keine anderen Probleme haben als diesen verwöhnten, vom Menschen aufgezogenen Bären, aber der Hype lässt sich nicht leugnen und ich konnte mir nun selbst ein Bild von ihm machen.
Genau wie all die anderen habe ich mich brav in der Schlange angestellt, um einige Blicke auf Knut werfen zu können. Leider war er zusammen mit seinen Pflegern die meiste Zeit im Wasser und deshalb kaum zu sehen. 1 1/2 Stunden Anstehen für ein paar Minuten Knut – naja, was macht der Mensch nicht alles für Dinge. Er ist ja auch wirklich sehr süß, wie die nachfolgenden Bilder beweisen.

Knut und seine Pfleger

Streicheleinheiten für Knut

Was aber sichtlich nicht viele wissen: Knut hat ein Extra-Gehege, in dem er abseits seiner „Knut-Show“ zu sehen ist. Etwas verborgen, rechts neben dem großen Eisbärgehege (siehe Skizze) befindet sich ein kleiner Felsen, auf dem er sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt und bereitwillig für die Besucher posiert.

kleine Skizze

Knut ganz allein

Ohne Eis kein Bär!

Detail am Rande: Die Patenschaft von Knut hat übrigens Bundesumweltmister Sigmar Gabriel übernommen. Seine geniale Begründung: „Ohne Eis kein Bär!“, deshalb stehe Knut für den Kampf gegen die Erderwärmung. Klingt toll, ist es aber nicht ganz. In Wahrheit ist Knut einer der klimaschädlichsten Lebewesen dieser Erde. Angefangen bei seinem Futter, das zumindest zu Beginn extra aus Kansas (USA) eingeflogen werden musste, bis zu den vielen Besuchern, die extra nach Berlin und in den Zoo kommen, um ihn zu sehen. Für wie viel CO2-Ausstoss ist allein Knut, wenn auch indirekt, verantwortlich? Diese Fragen muss man stellen. Knut ist eine tickende Klimabombe, aber zugegeben eine süße!

Es geht los!

Liebe Leserinnen und Leser,

Ihr wundert Euch sicherlich, wo Ihr hier gelandet seid. Keine Sorge, es ist alles in bester Ordnung. Ich habe mich nur nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, pumberger.org meinen Lebensumständen und der knappen freien Zeit anzupassen.

Ab heute gibt es "nur" noch mein neues Weblog "Stadt, Land, Spree" – alle Besucher werden direkt auf diese Seite weitergeleitet.
Ihr dürft Euch von nun an auf viele und hoffentlich auch regelmäßige Beiträge, gespickt mit Erlebnissen, Entdeckungen, Raritäten, Fotos und kleinen Filmen aus und über Berlin, freuen.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei Lesen und hoffe auf zahlreiche Kommentare zu dem einen oder anderen Beitrag!
Blick vom Spreebogen auf die Spree

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