John McClane lebt!
In Zeiten von Harry Potter, Herr der Ringe, Matrix und wie sie alle heißen, ist es für einen normalen Kinobesucher nicht immer leicht die Schlangen von wild gewordenen BesucherInnen zu umgehen, die doch alle in die ach so guten Filme pilgern. Wenn man dann Gott sei Dank wieder mal im Kino sitzt, könnte man angesichts der Filmvorschau anfangen zu heulen. Nein, das darf nicht wahr sein, dieser Sch*** kommt nun auch ins Kino.
Doch halt…nein, man braucht keine Untergangsstimmung des Kinos verbreiten, denn John McClane ist zurück - gestern 20 Uhr, Potsdamer Platz auch für mich.
Und es bewahrheitet sich wieder einmal: Fortsetzungen sind generell nicht gut, ausgenommen einer kleinen, liebevoll zu pflegenden Handvoll Filme. „Die Hard“, besser unter „Stirb langsam“ bekannt ist so ein Fall. Bevor ich an dieser Stelle einen Streit beginne, welcher der beste der mittlerweile vier Teile ist – das ist nämlich ganz klar der zweite – möchte ich doch ein paar Worte über „Stirb langsam 4.0“ verlieren.
Okay, der Titelzusatz klingt anfangs etwas plump. Gerade ist Web 2.0 in aller Munde und da war jemand unheimlich kreativ; im Nachhinein passt er perfekt. John McClane ist wieder einmal völlig widerwillig in ein Schlamassel hineingekommen. Terroristen (keine arabischen oder russischen, sondern Amerikaner, Franzosen und Italiener) hacken sich in alle namhaften Computersysteme der USA ein und versuchen das gesamte Land lahmzulegen. Nur einer kann das ganze noch verhindern, wir ahnen es, unser Held wider Willen John McClane.
Es ist wahrlich ein Film fast schon aus einer anderen Zeit. Hier ist die Actionwelt noch in Ordnung. Keine hyperaufwendige Bearbeitung am Computer, die im Ernstfall sowieso nur unglaubwürdig wirkt, viel Blut, aber nicht bei den Bösen, sondern vor allem beim Helden selbst, der verwundbar und eben menschlich erscheint, und tolle Actionszenen, gepaart mit jede Menge Witz und coolen Sprüchen.
John McClane ist älter geworden, man sieht es ihm auch an, das weiße Feinrippunterhemd ist einem kakifarbenen Shirt gewichen, die Haare sind jetzt völlig verschwunden, manche Bewegungen wirken nicht mehr so zackig wie früher. Aber auch das macht unseren Helden nur menschlich und somit sympathisch. McClane ist aber auch ein Repräsentant seiner Generation: Er hat kein Handy, kennt sich mit moderner Elektronik mehr als bescheiden aus und versteht Computer eher als Wurfgeschosse zu verwenden als mit deren Hilfe zu kommunizieren. Als sein Sidekick (gespielt von Justin Long) ein Auto auf moderne Art und Weise klaut, möchte man dem hilflosen McClane gerne zur Seite stehen und ihn trösten. Aber soweit geht es dann doch nicht, schließlich hat er noch seine Waffe, ältere Autos und vor allem sich selbst um mit den Bösen klarzukommen. Bemerkenswert, er hat seine bekannte Angst vorm Fliegen bewältigt und steuert sogar eigenhändig einen Hubschrauber.
Auf das weltberühmte Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke muss der Zuseher lange warten, aber – soviel sei versprochen – es kommt ganz bestimmt.
Alles in allen ist „Stirb langsam 4.0“ eine gelungene Fortsetzung der bisherigen „Die Hard“-Trilogie. Die Selbstquälung des John McClane kennt keine Grenzen und führt letztlich zum Erfolg, aber das muss ja so sein. Für Bruce Willis ist der sympathische Polizist die Rolle seines Lebens und das merkt man jede Sekunde dieses Films.
Ganz klar, es war einer der besten Kinoabende seit Jahren!
Doch halt…nein, man braucht keine Untergangsstimmung des Kinos verbreiten, denn John McClane ist zurück - gestern 20 Uhr, Potsdamer Platz auch für mich.
Und es bewahrheitet sich wieder einmal: Fortsetzungen sind generell nicht gut, ausgenommen einer kleinen, liebevoll zu pflegenden Handvoll Filme. „Die Hard“, besser unter „Stirb langsam“ bekannt ist so ein Fall. Bevor ich an dieser Stelle einen Streit beginne, welcher der beste der mittlerweile vier Teile ist – das ist nämlich ganz klar der zweite – möchte ich doch ein paar Worte über „Stirb langsam 4.0“ verlieren.
Okay, der Titelzusatz klingt anfangs etwas plump. Gerade ist Web 2.0 in aller Munde und da war jemand unheimlich kreativ; im Nachhinein passt er perfekt. John McClane ist wieder einmal völlig widerwillig in ein Schlamassel hineingekommen. Terroristen (keine arabischen oder russischen, sondern Amerikaner, Franzosen und Italiener) hacken sich in alle namhaften Computersysteme der USA ein und versuchen das gesamte Land lahmzulegen. Nur einer kann das ganze noch verhindern, wir ahnen es, unser Held wider Willen John McClane.
Es ist wahrlich ein Film fast schon aus einer anderen Zeit. Hier ist die Actionwelt noch in Ordnung. Keine hyperaufwendige Bearbeitung am Computer, die im Ernstfall sowieso nur unglaubwürdig wirkt, viel Blut, aber nicht bei den Bösen, sondern vor allem beim Helden selbst, der verwundbar und eben menschlich erscheint, und tolle Actionszenen, gepaart mit jede Menge Witz und coolen Sprüchen.
John McClane ist älter geworden, man sieht es ihm auch an, das weiße Feinrippunterhemd ist einem kakifarbenen Shirt gewichen, die Haare sind jetzt völlig verschwunden, manche Bewegungen wirken nicht mehr so zackig wie früher. Aber auch das macht unseren Helden nur menschlich und somit sympathisch. McClane ist aber auch ein Repräsentant seiner Generation: Er hat kein Handy, kennt sich mit moderner Elektronik mehr als bescheiden aus und versteht Computer eher als Wurfgeschosse zu verwenden als mit deren Hilfe zu kommunizieren. Als sein Sidekick (gespielt von Justin Long) ein Auto auf moderne Art und Weise klaut, möchte man dem hilflosen McClane gerne zur Seite stehen und ihn trösten. Aber soweit geht es dann doch nicht, schließlich hat er noch seine Waffe, ältere Autos und vor allem sich selbst um mit den Bösen klarzukommen. Bemerkenswert, er hat seine bekannte Angst vorm Fliegen bewältigt und steuert sogar eigenhändig einen Hubschrauber.
Auf das weltberühmte Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke muss der Zuseher lange warten, aber – soviel sei versprochen – es kommt ganz bestimmt.
Alles in allen ist „Stirb langsam 4.0“ eine gelungene Fortsetzung der bisherigen „Die Hard“-Trilogie. Die Selbstquälung des John McClane kennt keine Grenzen und führt letztlich zum Erfolg, aber das muss ja so sein. Für Bruce Willis ist der sympathische Polizist die Rolle seines Lebens und das merkt man jede Sekunde dieses Films.
Ganz klar, es war einer der besten Kinoabende seit Jahren!
spreequelle - 1. Jul, 22:46







