Glück auf Franz!
Ein langer Tag in Berlin neigt sich langsam dem Ende zu. Es war einer jener Tage, die man beim Aufstehen noch nicht ahnen kann, und auch möchte.
Ich sitze gerade um ca. 10 Uhr 30 mitten in einer Besprechung, als plötzlich Unruhe im Raum entsteht. An der Mimik des Vorsitzenden war zu erkennen, dass etwas Schwerwiegendes passiert war. Kurz darauf wusste es der ganze Saal, Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hat seinen Rücktritt verkündet. Stille. Kurze Lähmung, dann geht die Sitzung weiter...
Franz Müntefering wird zu Hause am Krankenbett seiner krebskranken Frau gebraucht und hat deshalb sein Amt als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurückgelegt. Ich verneige mich vor dieser Geste der Menschlichkeit, die im politischen Machtgeschäft nicht oft vorkommt.
Deutschland verliert einen der fähigsten Politiker und die SPD den letzten wahren Kämpfer für die Agenda 2010 von Gerhard Schröder.
Mit seinem Engagement gegen die Erhöhung des Arbeitslosengeldes I für ältere Arbeitnehmer hat sich Müntefering viele Feinde in den letzten Wochen gemacht. Mich hat seine Standhaftigkeit wirklich sehr beeindruckt. Hier stand ein Minister zu seiner (und meiner) Überzeugung und kämpfte einen einsamen Kampf gegen den arbeitsmarktpolitischen Wahnsinn von SPD und CDU/CSU. Gleich der Kassandra musste Müntefering hilflos mit ansehen, wie die Koalition trotz seiner Warnungen den schwersten Fehler dieser Legislaturperiode begann. Der Kampf war leider erfolglos aber nicht umsonst!
Franz, ich wünsche Dir und Deiner Frau alles Gute. Dein Humor und Deine klaren Worte werden in diesem Land fehlen. Glück auf!
Die letzten Worte möchte ich Gerhard Schröder überlassen, der in einer schriftlichen Mitteilung treffend zusammenfasste: "Um es im Münte-Sprech zu sagen: 'Arbeit gut, Hilfe groß, Mensch klasse.' Danke Franz!"
Ich sitze gerade um ca. 10 Uhr 30 mitten in einer Besprechung, als plötzlich Unruhe im Raum entsteht. An der Mimik des Vorsitzenden war zu erkennen, dass etwas Schwerwiegendes passiert war. Kurz darauf wusste es der ganze Saal, Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hat seinen Rücktritt verkündet. Stille. Kurze Lähmung, dann geht die Sitzung weiter...
Franz Müntefering wird zu Hause am Krankenbett seiner krebskranken Frau gebraucht und hat deshalb sein Amt als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurückgelegt. Ich verneige mich vor dieser Geste der Menschlichkeit, die im politischen Machtgeschäft nicht oft vorkommt.
Deutschland verliert einen der fähigsten Politiker und die SPD den letzten wahren Kämpfer für die Agenda 2010 von Gerhard Schröder.
Mit seinem Engagement gegen die Erhöhung des Arbeitslosengeldes I für ältere Arbeitnehmer hat sich Müntefering viele Feinde in den letzten Wochen gemacht. Mich hat seine Standhaftigkeit wirklich sehr beeindruckt. Hier stand ein Minister zu seiner (und meiner) Überzeugung und kämpfte einen einsamen Kampf gegen den arbeitsmarktpolitischen Wahnsinn von SPD und CDU/CSU. Gleich der Kassandra musste Müntefering hilflos mit ansehen, wie die Koalition trotz seiner Warnungen den schwersten Fehler dieser Legislaturperiode begann. Der Kampf war leider erfolglos aber nicht umsonst!
Franz, ich wünsche Dir und Deiner Frau alles Gute. Dein Humor und Deine klaren Worte werden in diesem Land fehlen. Glück auf!
Die letzten Worte möchte ich Gerhard Schröder überlassen, der in einer schriftlichen Mitteilung treffend zusammenfasste: "Um es im Münte-Sprech zu sagen: 'Arbeit gut, Hilfe groß, Mensch klasse.' Danke Franz!"
spreequelle - 14. Nov, 00:22








Ich finde es zynisch ....
Achtenswert wäre aus meiner Sicht, wenn er endlich die Wahrheit zu dieser Koalition und zu seiner eigenen Haltung zu seinen Genossen ausgesprochen hätte ....
Solche "achtenswerten" Politiker sind es, die das Bild ihrer Kaste in der Öffentlichkeit verkommen lassen und die damit für die Verdrossenheit ganzer Generationen verantwortlich sind.
"Parteisoldat" - pah, das sagt doch schon Alles:
Disziplin,
Schnauze halten,
nicht raisonieren,
in Reih und Glied stehen,
Gehorsam vor eigenem Denken ....
Wenn er wirklich wegen der Niederlage bezüglich ALG I zurückgetreten wäre, dann wäre das spätestens nach dem Parteitag in Hamburg passiert und nicht jetzt.
Er hatte bereits letzte Woche fast alle Termine abgesagt, um bei seiner Frau zu sein. Aber Politiker dürfen ja sichtlich nicht einmal mehr menschlich sein, sondern sind angeblich selbst im Privaten Strategen. Der Mann möchte einfach nur noch ein paar Wochen mit seiner Frau haben, die gerade im Sterben liegt. Ist das so schwer zu verstehen?
Ist das so schwer zu verstehen?
Deswegen fällt es mir schwer, die "Story" zu glauben ....