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Dienstag, 22. Januar 2008

Bonuspunkte bei Air Berlin

Ich und Air Berlin erfüllt eine Hassliebe. Einerseits bin ich seit vielen Jahren ein fleißiger Privatsponsor, der sehr um das Wohl des Unternehmens besorgt ist und deshalb regelmäßig dessen Dienste in Anspruch nimmt. Andererseits muss ich mich zunehmend auch über die Fluglinie ärgern.

Jetzt bin ich diesen Säcken drauf gekommen, dass sie still und heimlich das Bonuspunktesystem geändert haben. Anstatt für einen Flug von Berlin nach Zürich und zurück wie bisher 2000 Punkte zu bekommen, erhält man in der normalen Buchungsklasse lediglich 500 Punkte. Das sind nur noch 25% der usprünglichen Vielfliegermeilen. Um einen innerdeutschen Gratisflug mit allem Drum und Dran zu erfliegen braucht man nun sage und schreibe 50 One-Way-Flüge in Europa (!) innerhalb von 36 Monaten (dann verfallen nämlich die Punkte) - das ist eine Frechheit und zielt nur darauf ab, dass man die nötige Punktezahl nicht mehr erreichen kann.

Air Berlin mausert sich immer mehr zu einem kleinen Abzockeunternehmen:

Freitag, 2. November 2007

neue Parkzone

Seit ein paar Tagen klebt ein Informationszettel an unserer Haustüre. Wir bekommen hier im nördlichen Mitte ab 1. April 2008 eine Parkzone. Ab dann muss man montags bis freitags zwischen 9 und 22 Uhr pro Viertelstunde parken 25 Cent bezahlen. Oder man kauft sich für 30,70 Euro im Jahr eine Anwohner-Vignette. Finde ich eigentlich sehr gut, denn es ist speziell am Wochenende oft sehr schwierig einen Parkplatz in der Gegend zu bekommen.
Weniger gefällt mir die zeitgleiche Einführung einer Parkzone im Regierungsviertel. Damit ist die Fahrt zum Reichstag, die sowieso nur alle zwei Monate vorkommt, Geschichte.

Dienstag, 31. Juli 2007

Berliner Busfahrer

Berliner Busfahrer gehören ja zu einer sehr eigenen Spezies. Manchmal sind sie furchtbar freundlich, aber es kann auch gelegentlich, also eigentlich öfters genau anders sein. Wie gerne hat man sie, wenn sie sich mal wieder weigern weiterzufahren, weil ein Tourist irrtümlich hinten eingestiegen ist.
Nun muss ich aber lesen, dass diese seltenen Lebewesen (es gibt so um die 5000 in der Stadt) ernsthaft bedroht sind. Immer mehr Übergriffe in der Nacht auf einsamen Strecken gefährden ernsthaft die Sicherheit dieser Berufsgruppe. Der nun diskutierte Lösungsansatz: den Fahrer hinter einer Plexiglaskabine verstecken.
Ich frage mich nur, ob dies wirklich der richtige Weg ist. Stachelt das nicht erst recht manche an, zu versuchen diese Kabine gewaltsam - z.B. mit Steinen - zu öffnen? Irgendwie möchte ich schon ganz gerne noch das Gefühl haben der Busfahrer ist ein Mensch und hat Kontakt zu seinen Fahrgästen.
Ach ja, so ganz nebenbei klebt auf jedem Bus ein Aufkleber, der darauf hinweist, dass man im Bus Schutz vor rassistischen Übergriffen bekommt. Das erübrigt sich wohl damit.

Dienstag, 24. Juli 2007

Österreichische Printmedien

Im STANDARD konnte ich letzte Woche die treffende Bezeichnung „Infoillustrierte“ für die österreichische Zeitschrift News lesen. Diese Bezeichnung bringt es auf den Punkt, genau in diese Kategorie gehört das am unteren Ende der Niveauskala angesiedelte Magazin.
Wobei, wenn ich wirklich ehrlich bin, dann steht es generell um die österreichische Printmedienlandschaft alles andere als gut. So titelt der Kurier in seinem Österreich-Teil vom 16. Juli „Die Richterin kommt ganz in Lila“ – es folgt ein wirklich grauenhafter Artikel über den beginnenden Bawag-Prozess. Interessiert es irgendjemanden wirklich, dass die Richterin mit einer lila Brille am ersten Prozesstag erscheint? Der Kurier verwandelt sich mit seiner Fülle an Bildern und nichts sagenden Berichten immer mehr zu einer „Zeitungsillustrierten“, wenn wir den vorigen Begriff ein wenig umwandeln. Vielleicht spielt da das Konkurrenzblatt mit dem klingenden Namen „Österreich“ eine gewisse Rolle. Vielleicht buhlen die beiden Zeitungen mittlerweile um das Erstellen der schlechtesten „Zeitung“.

Aber leider muss man auch den STANDARD gehörig kritisieren. Die Artikel erscheinen mir immer kürzer und es steht auch immer mehr belanglosen in den einzelnen Spalten. Ein Höhepunkt: Unter der Überschrift „Ganz kurz“ steht am 14./15.Juli: „+++ Tod im Wald Ein 61-jähriger Oberösterreicher brach am Donnerstag beim Pilzsammeln tot zusammen.“
So und nun frage ich Euch, was soll uns dieser Artikel sagen? Es stehen eigentlich null Infos in dieser Notiz. Zum Beispiel könnte man, wenn man diese Nachricht schon als veröffentlichungswürdig erachtet, eine Ortsangabe machen. Wo ist das passiert? So, wie diese Notiz verfasst wurde dient sie allein als Lückenfüller und ist einer Zeitung nicht würdig.
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